Infrastructure Monitoring

Darstellung eines Data-Center-Moduls mit relevanten KPIs
Darstellung eines Data-Center-Moduls mit relevanten KPIs

Im Rahmen eines ganzheitlichen Business Service Monitorings muss neben den klassischen ITIL-Disziplinen Event & Availability Management auch die Überwachung der Rechenzentrumsinfrastruktur mit einbezogen werden. Immer mehr Unternehmen erkennen die Notwendigkeit dieser Verschmelzung und implementieren Systeme zur ganzheitlichen Betrachtung, um ihre Service-Verfügbarkeit sicherzustellen.

Betrachtet man beispielsweise einen Service nur unter Event & Availability Gesichtspunkten stellt dies lediglich einen Teilaspekt dar. Faktoren, wie z. B. die Temperatur im Rechenzentrum, sinkende Leistung der Klimatisierung, drohende Überlastung der Stromschienen oder Störungen an der USV-Anlage, beeinflussen ebenfalls die Service-Verfügbarkeit. Erst durch die Kombination beider Disziplinen ist die frühzeitige Erkennung einer schleichenden Gefährdung der Service-Bereitstellung möglich.

Darüber hinaus vervollständigen Brandüberwachung (Brandfrühesterkennung und Sauerstoffreduktion) sowie die Zugangskontrolle mit Einbruchschutz das Überwachungskonzept.

Primär lassen sich die für die Rechenzentrumsinfrastrukturüberwachung relevanten Funktionsbereiche in die drei Hauptthemengebiete Stromversorgung, Klima und Sicherheit gliedern.

Green IT und Power Management

Da lediglich ca. 50 % des Energiebedarfs eines Rechenzentrums von den IT-Komponenten direkt benötigt wird, müssen die Bereiche Kühlung/Klimatisierung, USV und Luftverteilung ebenfalls in ein ganzheitliches Infrastructure Monitoring einbezogen und dargestellt werden.

Die Power Management Lösung von LeuTek leistet einen wesentlichen Beitrag, um Rechenzentren noch effizienter zu betreiben:

  • Messung und Protokollierung des Leistungsbedarfs der IT-Komponenten
  • Bestimmung der aktuellen Stromwerte aus den unterschiedlichsten Bereichen des Rechenzentrums, wie z. B. Rack, Elektro-Unterverteilung, Abgangskasten oder Stromschiene
  • Ableitung von Trends auf Basis der ermittelten Realtime-Werte, dadurch proaktive Einleitung von Maßnahmen
  • Erkennen und Vermeiden von Hotspots und damit Einsparung wertvoller Energie
  • Effizientes Management des Energiebedarfs in Ihrem Rechenzentrum
  • ZIS-System als übergeordnetes Umbrella-Tool durch Einbeziehung der gesamten Rechenzentrumsinfrastruktur (Temperatur, USV, Klimageräte uvm.) in das Monitoring

Stromversorgung

Eine stetig wachsende Leistungsdichte der Hardware-Komponenten erfordern ein modernes Energiemanagement und seine Überwachung. So müssen für die Sicherstellung der Energieversorgung im Rechenzentrum die verschiedensten Komponenten, wie beispielsweise die unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV), die Netzersatzanlage (NEA) sowie die Elektrounterverteilung, in die Infrastrukturüberwachung einbezogen werden. Dabei liefert jede Komponente ihrerseits wieder eine Vielzahl an Daten und Informationen, die von einem zentralen Monitoring-System empfangen, verarbeitet und visualisiert werden müssen.

Klima

Der größte Teil der aufgenommenen Leistung eines Rechenzentrums wird am Ende in Wärme umgewandelt. Das zuverlässige Abführen dieser Wärme muss genauso sichergestellt werden wie die Energieeinspeisung. So kann mit der Klimaüberwachung eine „schleichende Gefährdung“ frühzeitig erkannt und verhindert werden. Dies kann einerseits durch die Überwachung des Raumklimas oder andererseits durch die direkte Anbindung der Klimageräte, wie beispielsweise von sogenannten Sidecoolern, erfolgen.

Sicherheit

In modernen Unternehmen stellt das Rechenzentrum das informationstechnische Herzstück dar, ohne die sich ein regulärer Geschäftsbetrieb nicht aufrechterhalten lässt. Somit kommt der Sicherheit des Rechenzentrums wie auch den dort laufenden Applikationen eine zentrale Bedeutung zu. Im Besonderen sind in diesem Bereich die Gefahren durch unerlaubten Zutritt, Sabotage, Feuer und Hitze sowie Wasser zu beachten. Die Meldungen aus den verschiedenen Zuliefersystemen wie beispielsweise von Brandmeldezentralen (BMZ), Gebäudeleittechniksystemen (GLT), Videoüberwachung oder Einbruchmeldeanlagen können dabei einfach in das ZIS-System integriert und verarbeitet werden.

Infrastructure Monitoring mit dem ZIS-System – das Umbrella-System für die Infrastruktur

Die ZIS-System-Familie mit den Modulen ZIS-System, ZISGUI und ZISSLM bietet neben den klassischen ITIL-Disziplinen Event & Availability Management speziell für die Überwachung der Rechenzentrumsinfrastruktur eine Vielzahl von Funktionen und Schnittstellen an. So können beispielsweise Temperatursensoren, Netzanalysatoren und RCM-Geräte direkt an das ZIS-System angebunden werden. Alternativ zu der direkten Messwerterfassung und Auswertung von Statusmeldungen können die Daten auch indirekt von vorgelagerten Systemen wie einer GLT oder einer BMZ vom ZIS-System abgefragt bzw. empfangen werden. Selbstverständlich können bei Schwellwertverletzungen automatische Reaktionen, wie beispielsweise eine Alarmierung, angestoßen werden. Im Sinne eines übergreifenden Umbrella-Systems können in der ZIS-System-Familie die Informationen aus der Infrastrukturüberwachung mit den Informationen aus dem Business Service Monitoring verknüpft und in einer zentralen View dargestellt werden.

Erfahren Sie mehr über das Infrastructure Monitoring mit dem ZIS-System.